19. Todestag Matthias Scheyd

Damals wie Heute, Rassismus tötet!

Vor 19 Jahren am 23. September 1997 wird der 39jährige Mathias Scheydt in Cottbus, von dem 19jährige Täter Reinhold K. erstochen. Reinhold K. ist zu dem Zeitpunkt ein bekennender rechter Skinhead und einschlägig vorbestraft, u.a. wegen Körperverletzung. In den späteren Vernehmungen wird er als Motiv angeben, der ihm unbekannte Mathias Scheydt, welcher am Tattag ein rot-schwarzes Halstuch trug, hätte ihn in der Hegelstraße mit einem Stock bedroht und „wegen seiner augenscheinlichen Zugehörigkeit zur rechten Szene“ u.a. als „Nazischwein“ und „rechte Sau“ beschimpft. Da es keine Tatzeugen gibt, stützt sich das Landgericht Cottbus in seinem Urteil allein auf die Einlassung des Täters, obwohl es Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Darstellung geben sollte. So wird Mathias Scheydt von Bekannten als friedlicher Mensch beschrieben, der selbst unter Alkoholeinfluss keinen Streit suchte, sondern eher lustig war. Bekannte erinnern sich an ihn als einen ruhigen Menschen, „der bisher nie Streit ausgelöst hat“. Der 39jähige war alkoholkrank und verkehrte im Cottbuser Trinkermilieu. Immer wieder hatte er Anstrengungen unternommen, vom Alkohol wegzukommen; es lagen mehrere Entzugskuren hinter ihm.

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