15. Todestag Carlo Giuliani
ERINNERT EUCH!
Vor genau 15 Jahren, im Juli 2001, protestierten Hunderttausende in Genau gegen den dort stattfindenden G8 Gipfel. Der Protest wurde in den unterschiedlichsten Formen und Farbe auf die Straßen getragen. Die Staatsgewalt kannte dieser Tage jedoch nur eine Antwort auf Protest und diese hieß gnadenlose Gewalt. Die Tage von Genua sollten als einige der blutigsten der Antiglobalisierungsbewegung eingehen.
Die Polizei setzte massiv Gummiknüppel und Tränengas ein wogegen sich ein Teil der Demonstrant*innen aktiv zur wehr setzte. Unter den Rebellierenden war auch der 23 jährige Carlo Giuliani, dessen Leben Am 20. Juli 2001 durch eine Polizeikugel beendet wurde. Noch bevor die Bewegung sich von diesem Schock erholen konnte, stürmte am 22.07. die Polizei eine Schule und misshandelte die dort Schlafenden schwer. Die Antiglobalisierungsbewegung welche die Proteste trug, war eine internationale und eine massenhafte. Sie stand gegen die kapitalistische Barbarei und wollte das Treffen der Herrschenden nicht kritiklos hinnehmen.
Die selbsternannten Herscher dieser Welt, die Mächtigen gaben damit ihre Antwort auf den Veränderungswillen der Massen. Die Schüsse auf Carlo und die Misshandlungen zeigen, wie Repression in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Mitteln eingesetzt werden kann. Reichen bei kleineren Protesten subtile Mittel, so wird massenhafter Widerstand blutig niedergeschlagen.
Die Mächtigen der Welt haben uns damals gezeigt, dass sie ihre Macht nicht ohne Blutvergießen abgeben. Hinter der Fassade des bürgerlichen Rechtsstaates, verbirgt sich immer ein nacktes Gewaltverhältnis.
Es liegt uns fern Carlo zum Märtyrer zu erheben, jedoch steht sein Name, sein Bild für die blutigen Tage von Genua, für all die Verprügelten, Verhafteten, Geschlagenen, Gefolterten und Gequälten. Ein würdiges Erinnern an all die Menschen die durch die Herrschenden ermordet wurden oder in den Knästen vor sich dahinvegetieren, heißt für uns den Kampf gegen das kapitalistische System konsequent fort zu führen.
Kein vergeben, kein vergessen!
Erinnern heisst kämpfen!
Bilderfolge vom Mord an Carlo Giuliani

